Vorstellung des Laboratoriums
Die limnologische Station des INRA ( "Institut nationale de la Recherche Agronomique" ) in Thonon arbeitet seit mehreren Jahrzehnten an der Ökologie von Voralpenseen. Zunächst standen dabei die Konsequenzen der Eutrophierung von Süßgewässern im Vordergrund. Anfang der 80er Jahre wurde diese Thematik, um auf weitergehende sozial-ökologische Fragen zu antworten, auch auf den Transfer des Phosphors in den Einzugsgebieten und die Dynamik von Fischgesellschaften ausgeweitet.
Schließlich strukturierte sich 1998 erneut eine Gruppe rund um die Ökotoxikologie der photosynthetischen Mikroorganismen und die Forschung an Cyanobakterien. Daher wurde die Station ab dem ersten Januar 1999 als gemischtes Forschungsinstitut zu UMR, CARRTEL ( "Unité mixte de Recherche", "Centre Alpin de Recherche sur les Réseaux Trophiques des Ecosystèmes Limniques" ) umbenannt, da sie ebenfalls mit einem Labor der aquatischen Mikrobiologie der Universität von Savoien zusammenarbeitet ( wodurch auch das Thema des microbial loop in Seen miteinbezogen wird. ). Das CARRTEL beschäftigt 45 fest angestellte Personen, etwa 15 Doktoreanden, Post Doktoranden und Praktikanten. Es verfügt über ein, beim Umweltministerium anerkanntes, Labor für chemische Wasseranalysen, ein mikrobiologisches Labor und eine wissenschaftliche Fischzuchtanstalt. Es ist für Freilandarbeiten ausgestattet ( so verfügt es über automatisierte Wasserprobennahmgeräte, Durchflusszentrifugen, Schiffe, multiparametrische und fluorimetrische Sonden, Planktonflaschen und -Netze, Echolot, Fangnetze ... ) und bietet Materialen zur Analyse biologischer Proben ( Einzelzellanalyse mit FlowCytometer, Mikroskope, Scintillationszähler, Videomikroskope, Binokulare, Sequencer... ) und für Fischmarkierungen. Das UMR profitiert bei der physikalischen Analyse von Sedimenten und Suspensionen (Lasergranulometer und MEB ) auch von der Zusammenarbeit mit der Universität. Im Zentrum der Arbeiten des CARRTEL steht die Limnologie, welche Funktionsweise und Entwicklung der Süßgewässer zusammen mit ihren Einzugsgebieten untersucht. Dabei liegt das Gewicht der Forschungen auf der Problematik der Nutzung und Bewahrung natürlicher Ressourcen, wie sie beispielsweise mit den großen Seen gegeben sind; ebenfalls stellt man sich den wichtigen wissenschaftlichen Fragen unserer Zeit betreffend der funktionellen Biodiversität und dem Einfluß der globalen Klimaerwärmung auf Ökosysteme. Dabei kann auf langjährige Datenreihen zurückgegriffen werden, die eine wertvolle Basis darstellen, um ein besseren Verständnis der Auswirkugen klimatischer Veränderungen und menschlichen Handelns zu erlangen. Das CARRTEL ist dabei in folgende, europaweite Projekte integriert: Es nimmt am REX-Projekt teil ( Euro-limpacs: global change impacts on european lake ecosystems ), am CHARRNET-Netzwerk, am eurolakes-Programm und am INTERREG-Programm von Frankreich, der Schweiz und Italien ( eine Arbeit, die die Ökogenetik der Forelle untersucht: "Identifizierung und Erhaltungsstrategien der einheimischen Populationen", in Zusammenarbeit mit den Universitäten Bern, Padua und INRA Jouy ). Wissenschaftliche Zusammenarbeit ist ebenfalls bei den fachübergreifenden, groß angelegten Forschungsarbeiten über Herkunft und Einflüsse von Verunreinigungen im ländlichen Raum wichtig. (Programm INRA-CEMAGREF "AQUAE", das von Thonon aus gesteuert wird und Kollegen von drei Instituten des HYFS-Departements und dem Labor von INRA-ENV vereinigt. ) Drei Forschungs- und Entwicklungsgruppen arbeiten als sog. "GIS" ( Groupement interscientifique ) zusammen: Die GIS "Alpes du Nord" ( sie gruppiert INRA-CEMAGREF und die Landwirtschaftskammern; ihre Themen betreffen Landwirtschaft, Entwicklung und Umwelt ), die GIS "plans d'eau" ( welche Arbeitsgruppen vom INRA, CSP, CEMAGREF zu den Themen Netzwerk, Probenahmen, Indikatoren und Management beinhaltet ) und die GIS "cyanobactéries" ( in der 22 Gruppen arbeiten, die 15 verschiedenen Instituten angehören wie CNRS, AFSSA, IP, CEMAGREF, ENS, Universitäten... ). Gleichzeitig stehen die gesamten Forschungen des CARRTEL ist in enger Zusammenarbeit mit sozial-ökonomischen Partnern:
(Traduit par Ursula Dorigo et Christina Kaiblinger)
Rédaction :
Ghislaine Monet
Date de création : 08 Octobre 2008 Mise à jour : 11 Mars 2010 |